Vorwort

Anfang 2005 stand die Welt rund um WarCraft buchstäblich Kopf: Noch im November des frisch vergangenen Jahres 2004, war endlich World of WarCraft erschienen, das MMORPG, das, wie bereits in den beiden vorhergehenden Rezensionen erwähnt, inzwischen alle Rekorde gebrochen hat. Und quasi zeitgleich erschien die Buchtrilogie „Krieg der Ahnen“, die Erzählung von der allerersten Invasion der Brennenden Legion nach Azeroth. Das Interesse an WarCraft sprengte zu dieser Zeit alle Grenzen, und nicht nur deswegen wurde mit Spannung das große Finale erwartet. Der etablierte Autor Richard A. Knaak hatte sich seine Sporen bereits mehr als verdient, nun musste das dritte Buch die schwere Aufgabe bewältigen die Trilogie in allen Bereichen auf qualitativ hochwertige Weise zum Abschluss zu bringen.
Auch wenn es in der dreiteiligen Rezension zu dieser Buchreihe bereits notiert worden ist, trotzdem soll noch einmal eindringlich hervorgehoben werden, dass Richard A. Knaak an mehreren Romanen gleichzeitig gearbeitet hat, während er „Krieg der Ahnen“ schrieb. Diesen Umstand gebührt zweifellos tiefer Respekt.
Das Cover des Buches erzeugt eine unheilschwangere Aura: Der nachtelfische Magier Illidan Stormrage (großes Porträt) mit seinen goldenen Augen, die in der Nachtelfen-Gesellschaft selten und etwas Besonderes sind, wird mit einem verstörenden Merkmal abgebildet. Seine Augen sind mit einem Tuch verbunden, an den Rändern sind merkwürdige Narben zu sehen. Links unten ist der menschliche Magier Rhonin abgebildet, mit seiner blauen Robe und seinem bärtigen, rothaarigen Konterfei. Das dritte Buch ist mit 409 Seiten beinahe genauso dick wie das erste Buch.
Inhalt
Das Schicksal von Azeroth auf Messers Schneide: Niemand war auf den furchtbaren Verrat vorbereitet. Weder die Dämonen, noch die Nachtelfen, und schon gar nicht die Drachenschwärme selbst. Nur Minuten vor dem Ausbruch der möglicherweise entscheidenden Schlacht entfernt, enthüllte der schwarze Drache Neltharion plötzlich sein schreckliches Geheimnis.

Mit dem ganzen Ausmaß seines Wahnsinns entfachte der Erdwächter die Macht der Drachenseele und griff damit sowohl Dämonen als auch Nachtelfen sowie seine eigene Rasse, die Drachen, an. Unfähig dem Artefakt etwas entgegenzusetzen, fielen alle, die in der unmittelbaren Nähe waren, seiner Wirkung zum Opfer. Besonders die Drachen bekamen den Verrat zu spüren. Neltharion, der wusste, dass sein Bruder Malygos als Gebieter über die Magie vielleicht eine Bedrohung darstellte, griff den blauen Aspekt als eines der ersten Ziele an.
Malygos wurde frontal getroffen und wirbelte in einem Strom aus den chaotischen Energien völlig paralysiert in die weite Ferne davon. Geschockt und voller Ungläubigkeit versuchten die anderen Drachenaspekte ihren Bruder Neltharion zur Vernunft zu bringen, doch dieser prahlte nur mit seiner neuen Macht und verkündete den Anbruch eines neuen Zeitalters. Schnell erkannten die hilflosen Anwesenden, dass nur Rückzug und Flucht als einzige Alternative blieb.
Unterdessen in der Gegenwart in Azeroth, aus der Krasus, Rhonin und Broxigar in die Vergangenheit zurückgeschleudert wurden. Nozdormu, der fünfte Aspekt und Herrscher über die Zeit, der bislang weder in der Gegenwart, noch in der Vergangenheit, in Erscheinung getreten war, forschte auf astraler Ebene nach der Ursache der Anomalie. Als die Titanen, die Götter, die Azeroth erschufen, einen kleinen Teil ihrer kosmischen Macht den Drachenaspekten verliehen, damit sie fortan als Hüter von Azeroth agieren konnten, segneten sie Nozdormu zweifellos mit dem größten Gefüge an Fähigkeiten. Über die Zeit selbst zu gebieten, das war etwas, das alles andere übertraf. Dennoch hatte dies auch seinen Preis, denn die Zeit und all ihre Ebenen war Chaos in Reinform.

Der bronzene Drache hatte die Anomalie als einziger Aspekt entdeckt. Nozdormu bemerkte sofort, dass die sonderbaren Energien, die von diesem einzigen Rätsel ausgingen, etwas noch nie zuvor Dagewesenes waren. Und von dem größte Gefahr ausging! Gebunden an die astralen Ebenen der Zeit, konnte Nozdormu nicht auf physischer Ebene eingreifen. Also entschied er sich das einzige Wesen zu kontaktieren, das auch in der Vergangenheit schon oft ausweglos erscheinende Situationen gemeistert hatte. Der Drache Korialstrasz. Auch bekannt unter dem Namen Krasus, den der rote Drache trug, wenn er in humanoider Gestalt unterwegs war.
Nozdormu sorgte dafür, dass Krasus auch den rothaarigen Menschenmagier Rhonin mit hinzuziehen würde, denn dieser erwies sich ebenfalls als außergewöhnlich einfallsreich. Krasus und Rhonin reisten zu der Anomalie, wurden aber von ihr verschluckt. Genau wie der Orc Broxigar. Nozdormu wurde zwar Zeuge dieser Ereignisse, konnte aber nichts weiter für die drei Helden tun. Er spürte, dass sie am Leben waren, konnte sie aber nicht erreichen. Der Aspekt der Zeit hoffte einfach darauf, dass die drei erfolgreich sein würden und begann damit, die Anomalie auf astraler Ebene zu untersuchen.

Als Nozdormu sich dem Phänomen näherte, geschah Furchterregendes: Aus der Anomalie schossen plötzlich Tentakel, die den bronzenen Drachen ergriffen und ins Zentrum der Abnormität ziehen wollten. Schlimmer noch, aus einem großen Tentakel erschien plötzlich ein Maul mit scharfen Zähnen. Nozdormu war entsetzt, denn eigentlich war auf der Ebene der Zeit dies gar nicht möglich. Alles hätte eigentlich nur illusionär sein müssen, doch die Tentakel durchbrachen diese Gesetze und konnte den Bronzenen wie ein physisches Objekt greifen.
Kaum wahrnehmbar, weil so gut versteckt, registrierte Nozdormu jedoch schließlich, was die Ursache für all dies war. Ein uraltes Böses, älter als die Welt selbst, verbarg sich in der Anomalie. Es war die Ursache für die Tentakel und schien auch noch weiteres Unheil im Schilde zu führen. Nozdormu stellte fest, dass er vorerst nichts weiter tun konnte, außer auf Krasus und Rhonin zu vertrauen und das ihre Mission erfolgreich sein würde.
Zurück in der Vergangenheit: Die dezimierten Truppen der Dämonen und der Nachtelfen hatten sich zurückgezogen. Auch die Drachen waren verschwunden. Von Neltharion keine Spur mehr zu sehen. Bis auf einige versprengte Scharmützel, die im Chaos der Ereignisse stattfanden, kam es zu keiner wirklichen Schlacht.

Während sich die Dämonen der Brennenden Legion nach Zin-Azshari, der verheerten Hauptstadt der Nachtelfen, zurückgezogen hatten und neu sammelten, leckten die ebenfalls angeschlagenen Nachtelfen in ihren Feldlagern ihre Wunden. Nach dem Tod ihres Hauptmanns Kur’Thalos Ravencrest, hatte der windige Adlige Desdel Stareye das Kommando über die nachtelfischen Truppen inne. Ein Umstand, der Malfurion Stormrage mit Sorge erfüllte. Doch der schlimmste Gedanke für den älteren der beiden Stormrage-Brüder war die Tatsache, dass seine geliebte Tyrande von den Satyrn entführt worden war.
Zwar gelang es ihren Anführer, den von den Toten als Satyr zurückgekehrten Lord Xavius zu töten, aber Tyrande wurde überwältigt, gefangen genommen und durch ein Portal gezerrt. Malfurion vermutete, dass sie in einem der Türme vom Palast der Königin in Zin-Azshari festgehalten und wahrscheinlich gefoltert wurde. Von Angst und Panik ergriffen, erinnerte ihn der rothaarige Magier Rhonin daran, dass Malfurion nun mehr denn je klar denken musste, damit Tyrande befreit werden kann.
Die Helden, die es derweil geschafft hatten, die Tauren, die Zwerge und die Furbolgs um Hilfe im Kampf gegen die Brennende Legion zu bitten, planten ihre nächsten Schritte. Ihre erste große Hürde war die Aufgabe, die arroganten Nachtelfen und ihren neuen Befehlshaber, Lord Desdel Stareye, von der Notwendigkeit zu überzeugen, dass die anderen Völker den Nachtelfen beistehen mussten, wenn die Brennende Legion besiegt werden soll. Schließlich entsprach dies dem Geschichtsverlauf. Doch die Nachtelfen rümpften die Nase und kleinliche Streitereien brachen aus. Der Menschenmagier Rhonin war es, der mit seiner Zaubermacht demonstrativ alle Parteien daran erinnerte, wie ernst die Lage ist.

In Zin-Azshari spitzte sich derweil die Lage zu. Das einst friedliche und zauberhaft schöne Nachtelfen-Kapitol glich nun einer verzerrten Version seines einstigen Glanzes. Eine noch immer qualmende Ruinenstadt, gezeichnet mit Tod und Verwüstung, die Schädel der Nachtelfen aufgespießt. Über der ganzen Stadt lag ein giftgrüner Nebel, der unnatürlich schien. Dabei handelte es sich um das Mal der Legion, der Nebel verlieh den dämonischen Truppen nicht nur Kraft, sondern auch Schutz. Das war das Werk ihres gefürchteten Anführers, dem Eredar-Hexenmeister Archimonde.
Die gefangene Priesterin Tyrande Whisperwind fand sich in einem Kerker wieder. Aber keine Ketten hielten sie gefangen, sondern der giftig grüne Nebel entzog ihr die Fähigkeit sich zu bewegen. Zum Glück beschützte die Mondgöttin Elune ihre Tochter, denn das Verhör von Tyrande verlief erfolglos. Nicht einmal die endlose Magie von Archimonde reichte aus, um Tyrande zu foltern. Ein unsichtbarer und undurchdringlicher Schutzschild verhinderte, dass Archimondes vernichtende Zauberkraft der Mondpriesterin ein Leid zufügen konnte.
Doch der Eredar-Hexenmeister wusste, dass Tyrande für denjenigen wichtig war, der den Vorstoß der Legion bislang so sehr verzögert hatte. Malfurion. Daher hielt er die Nachtelfe gefangen, bis er sie vor den Augen des Wurms zerquetschen würde, der es gewagt hatte den Feldzug der Legion zu behindern.
Völlig unerwartet bekam Tyrande Besuch von Königin Azshara. Sie war in Begleitung ihrer Kammerzofe Lady Vashj und Captain Varo’then. Aus erster Hand erfuhr Tyrande, wie bösartig Königin Azshara geworden war und wie gut sie über Tyrande und ihrer komplizierten Beziehung zu Malfurion und Illidan Bescheid wusste. Azshara quälte und provozierte Tyrande mit Worten, die schlimmer als jede körperliche Folter waren. Die Mondpriesterin zuckte zusammen, als die Königin gespielt beiläufig erwähnte, dass der von Tyrande abgewiesene Illidan eine Wahl getroffen habe, die ein Schock für Tyrande sein würde.

Und tatsächlich: Illidan war aus freien Stücken nach Zin’Ashari gekommen und bot seine Hilfe an, um das Portal zu öffnen, welches den gefallenen Titanen und Anführer der Brennenden Legion, Sargeras, nach Azeroth bringen sollte. Mannoroth war über Illidans kokette Art erbost. Zudem wusste der Grubenlord genau, dass Illidan der Bruder von Malfurion war, jenes nachtelfische Insekt, dem es gelungen war den Portalzauber so schwer zu stören. Mannoroth wollte Illidan qualvoll töten, doch dessen Zauberkraft verstärkte das Portal, woraufhin Sargeras plötzlich persönlich zu Illidan sprach.

Just als die donnernde, markdurchdringende Stimme von Sargeras ertönte, die Dämonen sowie hochgeborenen Nachtelfen sofort voller Ehrfurcht auf die Knie gingen, bis auf Illidan, offenbarte der jüngere Stormrage-Bruder seine Trumpfkarte. Er schlug eine Lösung vor, um das Portal endgültig zu öffnen, damit Sargeras endlich hindurchschreiten und Azeroth betreten konnte.
Der verwegene Illidan erklärte, dass der schwarze Drache Neltharion ein Artefakt namens Drachenseele geschaffen hatte, womit die fokussierte Magie auf das Portal ausreichend verstärkt werden würde. Auf die Frage hin, wie Illidan das Versteck des Drachen zu finden glaubt, zog Illidan plötzlich eine schwarze Drachenschuppe aus der Tasche, die er auf dem Schlachtfeld aufgesammelt hatte. Damit sei es problemlos möglich Neltharions Nest ausfindig zu machen. Sargeras willigte ein und schloss einen Pakt mit Illidan, der jedoch sofort einen furchtbaren Preis zahlen musste. Denn Sargeras verbrannte Illidans Augen zu Asche und ersetzte dessen bernsteinfarbenen Augen mit dämonischen Duplikaten, durch die Sargeras fortan sah, was Illidan sah.
Als der vor Schmerz fast ohnmächtig gewordene jüngere Stormrage weggebracht wurde, rollte außerhalb von Zin-Azshari die nächste Angriffswelle der Dämonen auf die Verteidiger von Azeroth zu. Verstärkt durch die Tauren, Furbolgs und Zwerge, gelang es jedoch diesmal die Brennende Legion zurückzuschlagen. Die neue Kampfkraft der anderen Völker reichte aus, um den erschöpften Nachtelfen die dringend benötigte Verstärkung zu bescheren, die sie aus eigenen Reihen nicht mehr zu stellen in der Lage waren.

Zudem kehrte Krasus endlich zur Front zurück. In einem verzweifelten Versuch die Eier des blauen Drachenschwarms zu retten, hatte sich der Drachenmagier heimlich auf eine alleinige Mission begeben. Schließlich kannte Krasus den schlimmen Verlauf der Geschichte: Durch Neltharions Verrat folgte auf über 10.000 Jahre der Niedergang der blauen Drachen, und ihr Aspekt Malygos, verlor den Verstand. Krasus hoffte, dass er dies verhindern könnte, allerdings war ihm klar, dass schon viel zu viel Vergangenheit verändert wurde.
Krasus befürchtete sogar inzwischen, dass die Brennende Legion diesmal den Sieg davontragen könnte. Zu viele Schlüsselmomente waren schon aus dem Ruder gelaufen, unmöglich zu erahnen, welche Konsequenzen dies auf die Zukunft haben wird. Zu seinem Entsetzen fand der Drachenmagier zwar die Eier des blauen Drachenschwarms, jedoch waren sie im Begriff abzusterben. Viele Eier waren schon tot. Krasus rettete so viele, wie er konnte und kehrte anschließend zu Rhonin, Broxigar und allen anderen tapferen Verteidigern zurück. Mit seinen Feuerzaubern heizte der Drachenmagier der Legion ein, die sich vorübergehend zurückziehen musste.
Allein die drei Zeitreisenden wussten, dass die dämonische Armee schon sehr bald zurückkehren würde, denn ihre Truppen kannten keine Erschöpfung und füllten die Lücken in ihren Reihen immer wieder auf. In der kurzen Feuerpause beschlossen die Helden, dass es nur ein Weg gab, dem unendlichen Strom an Feinden zu unterbrechen und endlich das Blatt der Schlacht zugunsten der Verteidiger zu wenden. Die Dämonenseele von Neltharion. Sie allein besaß soviel magische Energie, dass nicht einmal die Brennende Legion ihr standhalten konnte.
Obwohl Rhonin vollkommen fassungslos angesichts einer solchen Überlegung war, sich dem wahnsinnig gewordenen schwarzen Aspekt auch nur zu nähern, geschweige denn ihm seinen kostbarsten Besitz stehlen zu wollen, planten Krasus und Malfurion die Ausführung dieses irrwitzigen Unterfangens. Malfurion nahm zuerst Kontakt mit seinem Meister Cenarius auf. Dieser teilte seinem Schüler mit, dass nur die Vogelgöttin Aviana sich beim Kampf gegen die dämonische Invasion anschließen wollte. Die anderen Halbgötter schienen sich ihrer Teilnahme zu enthalten.

Obwohl Cenarius den Plan im Grunde guthieß, beschwor der Waldgott seinen einzigen Schützling eindringlich extrem auf der Hut zu sein. Denn der Plan von Malfurion sah nämlich vor, auf den Pfaden des Smaragdgrünen Traums, den geheimen Aufenthaltsort von Neltharion ausfindig zu machen und so das Versteck der Drachenseele zu erfahren. Furchtlos verließ der angehende Druide seinen Körper und begab sich in der Traumwelt auf die Suche. Nach anfänglicher Erfolglosigkeit, fand er schließlich tatsächlich die unterirdischen Kammern des korrumpierten Erdwächters.
Wie ein Geist hielt sich Malfurion in den Felswänden verborgen und erfuhr, dass die Goblins dem schwarzen Aspekt als Arbeiter und Schmiede dienten. Und er erblickte voller Schaudern, was die Drachenseele dem nur noch im Wahn agierenden Neltharion inzwischen angetan hatte: Sein Körper platzte überall auf. Risse durchzogen die gesamte Hautoberfläche des schwarzen Drachen wie Lavaströme, aus denen Blut und flüssiges Feuer tropfte. Ein besonderer Goblin namens Meklo, offenbar der Meisterschmied, brachte seinen Gebieter zur Vernunft. Denn Neltharion hielt nämlich die ganze Zeit die Drachenseele in seinen Klauen, was den Verfall zur Folge hatte.
Meklos Erklärung trug Früchte: Widerwillig und gereizt gab Neltharion nach und machte sich, auf Anraten des Goblins, auf den Weg die Drachenseele in einer geheimen Kammer seiner unterirdischen Höhlen zu verstauen. Auf diese Gelegenheit hatte Malfurion nur gewartet. In seiner Geisterform vom Smaragdgrünen Traum aus, nahm er die Verfolgung auf, stets auf der Hut, dass der schwarze Koloss ihn nicht entdeckt. Cenarius, der ein Abkömmling des grünen Drachenaspekt Ysera, der Hüterin der Natur, war, hatte angedeutet, dass die Drachenaspekte mühelos die Traumpfade anzapfen können.

Neltharion betrat die geheime Kammer und verstaute die Drachenseele in einem magischen Fach, das getarnt war. Malfurion beobachtete dies jedoch und wartete, bis der misstrauische Erdwächter endlich verschwunden war. Kaum näherte sich der geisterhafte Druide der Drachenseele, ertönte ein markerschütterndes Gebrüll – der listige Neltharion hatte natürlich Fallen für Diebstahl-Versuche aller Art hinterlassen. Somit wusste er sofort, wenn sich eine Entität, egal auf welcher Ebene, seinem kostbaren Artefakt zu nähern versuchte.
Malfurion floh Hals über Kopf, aber da er nun wusste, wo sich der schwarze Drachenaspekt versteckt hielt, kannte der Druide damit auch den Ort, wo die Drachenseele zu finden war. Neltharion allerdings verfolgte den unbekannten Eindringling in der Geisterwelt des Traums, sein vernichtender Griff kam dem fliehenden Druiden immer näher. Malfurion musste zu dem Ort im Smaragdgrünen Traum zurückzukehren, an dem sich sein Körper in der realen Welt befand. Nur so konnte er die geisterhafte Traumwelt wieder verlassen und war somit vor Neltharions Zugriff sicher.
Nur knapp schaffte es Malfurion. Zweifel machten sich breit, ob der wahnhafte Erdwächter herausgefunden hatte, wer seiner Drachenseele zu nahe gekommen war. Trotzdem traten die drei Helden Krasus, Broxigar und Malfurion die Reise zum Unterschlupf des schwarzen Drachen an. Fest entschlossen, ihm das Artefakt zu rauben, ahnten sie nicht, dass auch die Brennende Legion die Drachenseele um jeden Preis haben wollte und Illidan, Malfurions jüngerer Bruder, zum Suchtrupp der Dämonen gehörte.

Die Ereignisse begannen sich von nun an immer weiter zu überschlagen. Die oberste Kammerzofe von Königin Azshara, Lady Vashj, die Tyrande vorgaukelte, sie wolle sie aus ihrem Gefängnis befreien, versuchte sofort einen Mordanschlag auf die Mondpriesterin, als Tyrande kurzzeitig die schützende Aura von Elune auflöste. Der Attentatsversuch scheiterte, Tyrande blieb weiter in Haft, aber Illidan erhielt unterdessen in den höheren Stockwerken des königlichen Palastes einen pikanten Besuch von Königin Azshara. Durch Illidans neue Augen erkannte er, was für eine mächtige Magierin die verführerische Azshara war.
Diese nutzte die Waffen einer Frau und bezirzte Illidan nach allen Regeln der Kunst. In ihrer fanatischen Verblendung hielt sie „das Geschenk“, welches Sargeras dem jüngeren Stormrage zuteil werden ließ, für eine wahrhaft göttliche Segnung. Die neuen magischen Augen boten zwar ein erstaunliches Maß an neuen Fähigkeiten, wie magische Sicht oder das Messen von magischer Stärke, aber das änderte nichts daran, dass Illidan von Sargeras auf grauenhafte Weise verstümmelt worden war. Azshara jedoch war ganz fasziniert von der Berührung ihres, in ihren Augen, zukünftigen Gemahls Sargeras. Als sie mit dem Finger über Illidans nackten Oberkörper strich, berührte sie behutsam die neuen runenhaften Zeichnungen darauf, die sich tief in Illidans Fleisch gebrannt hatten.
Dem jüngeren Stormrage-Bruder waren diese Symbole auf seiner Haut bislang noch gar nicht aufgefallen. Verdutzt entfachte seine erste Berührung mit der Hand eine magische Energie, die seine bisherigen, ohnehin schon außergewöhnlichen, Zauberkräfte noch um ein Vielfaches übertraf. Captain Varo’then, der plötzlich erschien und vor Eifersucht bebte, als er sah, dass Azshara solch eine Nähe zu Illidan zuließ, schließlich spürte Varo’then nur brennendes Verlangen Azshara gegenüber, drängte schließlich dazu mit der Jagd auf die Drachenseele zu beginnen. Azshara, die den Willen ihres Gottes möglichst rasch umgesetzt sehen wollte, gab beiden ihren Segen und mit Unterstützung einiger Dämonentruppen machten sie sich auf den Weg.

Kurze Zeit darauf brach erneut eine Schlacht in der Nähe von Zin-Azshari aus. Diesmal griffen die Nachtelfen die Brennende Legion an, und das mit einer verwegenen Keilstrategie. Nach anfänglichen Erfolgen sorgte Archimonde dafür, dass fliegende Verdammniswachen große Bottiche mit roter Säure über dem Schlachtfeld auskippten. Viele Nachtelfen fielen diesem Angriff zum Opfer, darunter auch Lord Desdel Stareye. Es war dem einfachen Wachsoldat Jarod Shadowsong zu verdanken, dass eine katastrophale Niederlage abgewendet wurde.
Obwohl nur ein einfacher Wachsoldat, verfügte Jarod Shadowsong über das angeborene Talent zu koordinieren. Diese Fähigkeit, die er in Momenten höchster Bedrängnis entdeckte, als die tobende Schlacht mehrmals auf der Kippe stand, sorgte schnell dafür, dass Jarod das Kommando über die gesamte Armee der sterblichen Verteidiger erhielt. Dem einfachen Wachsoldaten war dieser Ruhm und diese Verantwortung unangenehm, aber Jarod gab sein Bestes, um die sicher scheinende Niederlage immer und immer wieder hinauszuzögern. Es galt wertvolle Zeit zu gewinnen, bis die Drachenseele erbeutet und das Schicksal der Welt entschieden werden konnte.

Während die Schlacht weiter tobte, schafften es Malfurion, Krasus und Broxigar tatsächlich in das verborgene Nest von Neltharion zu gelangen. Dabei wurden sie Zeuge, wie die Goblins damit begannen große, glühende Metallplatten auf dem immer weiter aufplatzenden Körper des Drachen festzunageln, um ihn zusammenzuhalten. Malfurion und Brox konnten diesen ausgemachten Wahnsinn nicht fassen, nutzten aber geschickt diese Ablenkung, um die Drachenseele zu stehlen. Rasend vor Wut lief der schwarze Drache, der von den Sterblichen inzwischen nur noch „Deathwing“ genannt wurde, im wahrsten Sinne des Wortes Amok. Im Chaos der Flucht vor dem wahnsinnigen Zorn des schwarzen Giganten, der körperlich schwer gezeichnet war, liefen Malfurion und Brox ausgerechnet dem von Illidan und Varo’then angeführten Suchtrupp der Dämonen in die Arme.
Malfurion und Brox waren schockiert darüber, was aus Illidan geworden war. Nachdem beide gefangen genommen worden sind und Varo’then die Drachenseele in seinen Besitz gebracht hatte, kehrte der Suchtrupp der Dämonen zurück nach Zin-Azshari. Krasus, der Deathwing ablenken konnte, dabei aber fast ums Leben kam, wurde von seinem anderen Ich, dem roten Drachen Korialstrasz, gerettet. Inzwischen war auch klar, warum Krasus sich nicht verwandeln konnte und seit der Ankunft in der Vergangenheit mit Schwächeanfällen zu kämpfen hatte.
Krasus und Korialstrasz waren eine Person. Aber weil nun beide in einer Realität gleichzeitig existierten, konnte jeder jeweils nur in einer Gestalt vorkommen. Krasus konnte sich nicht in einen Drachen verwandeln, während Korialstrasz keine humanoide Form annehmen konnte. Sie funktionierten durch dieses Zeitparadoxon quasi wie Magnete: Waren sich beide nahe, ergänzten sie sich und erzeugten große Macht. Waren sie fern voneinander, versiegten ihre Kräfte und Schwäche ergriff sie.

Nach der geglückten Rettung von Krasus, versuchte Korialstrasz, mit Krasus auf seinem Rücken, auch Malfurion und Brox aus der Gefangenschaft von Varo’thens und Illidans Gefolge zu befreien. Doch der hartnäckige Captain Varo’then, der die Drachenseele bei sich trug, die inzwischen nur noch „Dämonenseele“ genannt wurde, begann bereits der verzehrenden Macht des Artefakts zu erliegen. Zwar konnte der angreifende Korialstrasz sowohl Malfurion als auch Broxigar greifen, beim Fluchtversuch jedoch entfesselte Varo’then einen eher halbherzigen Energiestoß, da er die Dämonenseele noch nicht richtig zu handhaben wusste.
Es reichte, um Korialstrasz, der nun Brox, Malfurion und Krasus bei sich hatte, hinwegzufegen und mit einer Granitfelswand einer Gebirgsschlucht kollidieren zu lassen. Varo’then und Illidan, die beide überzeugt waren, dass der rote Drache mit seiner Beute diesen Angriff nicht überlebt hatte, setzten ihre Rückkehr nach Zin-Azshari fort, um Sargeras die Dämonenseele darzubringen. Dieser hatte inzwischen den Plan gefasst, mit der gewaltigen Macht des Artefakts kurzerhand den Brunnen der Ewigkeit als Portal zu nutzen. Niemand außer Krasus wusste, dass die bösartige Macht im Hintergrund, die Nozdormu in der Gegenwart gespürt hatte und die von Krasus nur als „Die Drei“ bezeichnet wurden, genau darauf wartete, um aus ihrem kosmischen Verlies auszubrechen.



Noch älter als die Brennende Legion sind die monströsen „Alten Götter“, im Roman ehrfurchtsvoll „Die Drei“ genannt.
Nahe Zin-Azshari und dem brodelnden Brunnen der Ewigkeit kam es zum finalen Höhepunkt. Wird es der Brennenden Legion gelingen ihren gefürchteten Anführer Sargeras nach Azeroth zu bringen? Welches Schicksal ereilt Königin Azshara und ihren Hofstaat? Können die tapfer kämpfenden Verteidiger von Azeroth, die völlig überraschend Unterstützung von allen existierenden Halbgöttern der Natur erhalten haben, die Schlacht gegen die endlosen Truppen und ihrem tödlichen Kommandanten Archimonde bestehen? Was wird Deathwing tun, nachdem ihm seine kostbare Drachenseele geraubt wurde? Werden Krasus, Broxigar und Rhonin überhaupt in ihre Zeitlinie zurückkehren können? Die ultimative Entscheidungsschlacht hatte begonnen!
Rezension
Zum damaligen Zeitpunkt schon seit über 10 Jahren, noch lange vor dem Einstieg in die Printmedien-Szene, glänzte Blizzard Entertainment mit ausgereift niedergeschriebenen Vorgeschichten in den mitgelieferten Handbüchern von all ihren bis dato veröffentlichten Produkten. Sei es WarCraft, Diablo oder auch StarCraft gewesen.

Für den von Fans lange entgegen gefieberten WarCraft III: Reign of Chaos im Jahre 2002, fand sich auch im damals beiliegenden Handbuch eine sehr umfangreiche und spannende Hintergrundgeschichte zu den Geschehnissen im Spiel. Und zwar in vierteiliger Ausgabe, denn jede der spielbaren 4 Rassen erhielt einen mehrseitigen schriftlichen Prolog.
Für die Nachtelfen erzählte das Handbuch von WarCraft III grob vom 10.000 Jahre zurückliegenden Konflikt namens „Krieg der Ahnen“. Offenbar hatte die Brennende Legion die Welt Azeroth schon einmal angegriffen und nur wie durch ein Wunder gelang es damals die Zerstörung der Welt zu vereiteln, obwohl als Folge der Ereignisse der Kontinent aufgesprengt worden ist.

Dass dieses wichtige Ereignis in einer Romantrilogie verarbeitet werden sollte, überrascht somit kaum. Ebenso wenig, dass Blizzard Entertainment dafür den bereits etablierten Fantasy-Autor Richard A. Knaak engagierte, der, wie in Rezension zum ersten Buch bereits notiert, den WarCraft-Roman „Der Tag des Drachen“ geschrieben hatte, dadurch die Materie in- und auswendig kannte.
Knaak war also die richtige Wahl für den „Krieg der Ahnen“ in Buchform. Sein Stil zu erzählen und zu beschreiben passt wie angegossen für WarCraft. Dadurch fließen die drei Bücher in einem gleichmäßigen Takt durch die geschilderten Ereignisse, ohne jemals gezwungen oder gar aufgesetzt zu wirken. Die Spannung ist allgegenwärtig. Es wurde bereits in der Rezension zum zweiten Buch erwähnt, soll hier aber ebenfalls noch einmal festgehalten werden.
Einen Roman für Blizzard Entertainment zu schreiben, bedeutet sich an Vorgaben halten. Komplette Freiheiten für den Autor bei der Entwicklung entfallen dadurch natürlich, knebeln sogar diverse Kernaspekte einer Romanerstellung. Dennoch ist es Richard A. Knaak auch im dritten Buch eindrucksvoll gelungen, ein großartiges Werk zu verfassen, dass dem Epos rund um den „Krieg der Ahnen“ absolut gerecht wird.
Aber auch für das dritte Buch gilt der Merksatz: Das Buch ist ein Buch zum Spiel. Das Buch ist kein selbstständiges Werk ohne weiteres Medium im Hintergrund. Wer sich diesen entscheidenden Faktor nicht vor Augen hält, wird kläglich fehlschlagen das Werk und auch alle anderen Bücher zu Warcraft und Co. in seiner existentiellen Zweckform gänzlich zu begreifen. Man kann die Romane nicht mit Tolkien oder Hohlbein vergleichen, deren Bücher viel dicker sind und mehr Tiefe besitzen, sogar müssen.
Doch Knaak schafft es trotzdem auf den im Schnitt 400 Seiten pro Buch eine reichhaltige Handlung mit vielen Facetten unterzubringen und eine spannende Geschichte zu erzählen. Dabei sind die Hauptcharakter durchweg jene Figuren, die das interaktive Medium bereits vorgestellt hat, inklusive Biografie. Diese komplizierte Formel erschafft allerdings die unvermeidliche Aufgabe an die interessierte Leserschaft, sich die Informationen von mehreren Ebenen beschaffen zu müssen. Das kann durchaus als Vorwurf hinsichtlich der umständlichen Übersicht gewertet werden.
Vielleicht wäre es sinnvoll gewesen, in allen drei Romanen eben jene Charakterbiografien aus den Handbüchern von WarCraft III niederzuschreiben. Dadurch würde die Verbindung zu den Charakteren für Neu-Einsteiger im WarCraft-Universum weiter gefestigt werden. Denn gerade in „Buch 3: Das Erwachen“ explodiert die Handlungsvielfalt auf geradezu kosmische Weise. Nicht nur die Schauplätze wechseln sprunghaft, auch die Umstände und Hintergründe ergießen sich wie eine Flut über die Person, welche den Roman liest.
Wie im zweiten Buch hat auch hier Richard A. Knaak gut zu tun, dass Gesamtbild beisammen zu halten, doch erfreulicherweise hat er diese Aufgabe auch im dritten Band souverän gemeistert. Sowohl mit Rhonin als auch Krasus und den verschiedenen Drachenaspekten ist Knaak bestens vertraut, wovon logischerweise die gesamte Reihe hervorragend profitiert. Mag auch die Vorstellung einer Zeitreise von 10.000 Jahren in die Vergangenheit zuerst absonderlich wirken, umso beeindruckender ist die Erklärung der Zusammenhänge, was genau die Ursache für diese Vorgänge ist.
Hier und auch an anderen Stellen zeigt sich besonders die fein ausgearbeitete und auf sicheren Pfaden miteinander verwobene Hintergrund-Geschichte. Geht hier dem geneigten Fan schon unvermeidlich das Herz auf, wird selbst der neue Leser erkennen, dass es sich hier um ein tief verwurzeltes Puzzlestück handelt, das sich nahtlos ins große Gesamtbild einfügt. Dieser Aha-Effekt ist großartig und unbezahlbar. Auch die Entscheidungen und das Auftreten der Charaktere ist kohärent mit jenen Profilen, die aus den interaktiven Settings bekannt sind.
Was dem dreiteiligen Werk in allen Ausgaben zuteil wurde, ist die peinliche Lektorierung des deutschen Verlags. Hier muss nun auch einmal die verantwortliche Person genannt werden, die sich in Grund und Boden schämen sollte. Für die Übersetzung war die Panini Verlags GmbH tätig. Claudia Kern formulierte den Originaltext in die deutsche Sprache sehr gut. Das Lektorat hingegen betreute Manfred Weinland und hier beginnt die Anklage.
Wie es möglich gewesen ist, so viele Fehler im Lektorat in nicht nur einem einzigen Buchdruck, sondern gleich in drei Büchern in Folge zu verzapfen, darüber sollte sich der gute Herr Weinland mal ernsthafte Gedanken machen. So traurig es klingt, aber aufgrund einer solch mangelhaften Arbeitsleistung teilt sich Manfred Weinland fortan ein Zimmer mit Timothy Stahl, ein berüchtigter Übersetzer von ähnlich unzureichenden Kaliber. Zusammen bilden die beiden Herren scheinbar die Liga der außergewöhnlichen Gentlemen.
Tippfehler, falsche Worte, grammatikalischer Kauderwelsch – wie um alles in der Welt konnte die Panini Verlags GmbH dieses stümperhafte Ergebnis zum Druck freigeben? Oder waren die Druckplatten defekt? Wie auch immer. Das Wort Kalimdor heißt bei Herrn Weinland plötzlich „Kalindar“. Aus Meklo macht der Lektor einfach mal „Melko“. Die Nachtelfen heißen „Nachelfen“. Die Orcs schreiben sich bei WarCraft immer mit C, und nicht, wie ihre Vettern in anderen Fantasy-Reichen, Orks. Auch ganze Sätze wurden gnadenlos verstümmelt:
| Fehlerhafter Text im Roman | Korrigierter Text |
|---|---|
| Die Trauer über das Massaker an seinem Volk hatte ihn in Wahnsinn treiben. | Die Trauer über das Massaker an seinem Volk hatte ihn in Wahnsinn getrieben. |
| Aber er zu klug. | Aber er war zu klug. |
| bis in der Kugel ein Riss bestand | bis in der Kugel ein Riss entstand |
| Wir wundervoll. | Wie wundervoll. |
| Sie anderen warteten bei den Ställen. | Die anderen warteten bei den Ställen. |
Buchauszug: Und so explodierten beide Drachen gleichzeitig. Bei besagten „Drachen“ handelte es sich aber gar nicht um Drachen, sondern um zwei dämonische Verdammniswachen, über die lachhafterweise in den vorhergehenden und nachfolgenden Sätzen intensiv weiter geschrieben wurde, bzw. beim Namen genannt werden. Auch wurden Satzendungen mit Trennzeichen (-) beendet. Diese grassierenden Fehler sind in den Erstveröffentlichungen der drei Romane vorhanden. Bekanntlich wurde die Reihe im Jahre 2017 noch einmal neu aufgelegt.
Fazit
Wo Licht ist, ist auch Schatten. Zum Glück beläuft sich der Schatten aber wirklich nur auf den Teil der deutschsprachigen Lokalisierung, der aufgrund der genannten Punkte wieder viel zu viele negative Schlagzeilen fabriziert. Denn der Roman „Band 3: Das Erwachen“ schließt vom Standpunkt der Erzählqualität aus makellos an seine beiden Vorgänger an, dank des Autors Richard A. Knaak. In der Summe ist dadurch eine hervorragende Buchtrilogie zum Thema WarCraft entstanden, die wirklich auf gar keinen Fall verpasst werden sollte. Die drei Romane zum „Krieg der Ahnen“ entführen die Leser auf eine fantastische Reise, als die Welt von WarCraft noch sehr viel jünger war, die liebgewonnenen Charakter aber eine weitere Epoche aus ihrer bewegten Vergangenheit erzählen.
Buch-Information
| Titel: | Krieg der Ahnen: Band 3 – Das Erwachen |
| Autor: | Richard A. Knaak |
| Übersetzer: | Claudia Kern |
| Umfang: | 409 |
| Erscheinungsdatum: | 2005 |
| ISBN: | 978-3-8332-1202-4 |
| Preis: | 14,99 € |